Was ist IHHT?
Innovative Ansätze der normobaren Hypoxie mit variierenden Sauerstoffanteilen
Was ist IHHT?
Die Höhenmedizin ist Teil der Fachgebiete Sportmedizin oder Physiologie, die sich mit Auswirkungen und Anpassungen der Hypoxie auf den menschlichen Körper beschäftigen.
Intermittierende hypoxisch‑hyperoxische Therapie (IHHT) ist eine
kontrollierte, kurzdauernde Anwendung, bei der Hypoxiephasen (FiO₂ 17–9 %) mit Reoxygenierung (FiO₂ 21–30 %) abwechseln.
IHHT wirkt auf zwei Ebenen gleichzeitig: auf der systemischen Ebene als reflexogene Hypoxie und auf der zellulären Ebene als Signalhypoxie.
Systemische Ebene: reflexogene Hypoxie
Die kontrollierte Absenkung des arteriellen Sauerstoffpartialdrucks moduliert integrativ kardiorespiratorische Reflexe und Mechanismen. Hierzu gehören der Chemorezeptorreflex, der Barorezeptorreflex, pulmonale Dehnungsreflexe, der Euler-Liljestrand-Mechanismus u. a. Auf diese Weise trainiert die IHHT die Fähigkeit des Organismus, flexibel auf Schwankungen der Sauerstoffverfügbarkeit zu reagieren.
Zelluläre Ebene: Signalhypoxie
IHHT moduliert auf zellulärer Ebene sowohl sauerstoffabhängige Signalkaskaden (HIF/ROS) als auch energieabhängige Signalwege über AMPK. Gemeinsam aktivieren diese Reize zelluläre Anpassungsprozesse, die mit einer erhöhten Stressresilienz der Zelle in Verbindung gebracht werden.
Monitoring - IHHT analytisch gesteuert
Klinische Sicherheit
- SpO₂‑Zielbereich: 95–75 %
- Automatischer Abbruch: < 75 %
- Individuelle Dosierung, Pausentage, Symptom‑Monitoring
Die Anwendung der IHHT bei Patienten erfordert mehr als die Bedienung eines Gerätes. Sie setzt ein fundiertes Verständnis der zugrunde liegenden physiologischen und krankheitsbedingten Zusammenhänge sowie Erfahrung in der individuellen Steuerung voraus. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, bildet die IHHT den Schwerpunkt unserer Praxistätigkeit. Da bislang keine verbindlichen Leitlinien existieren und Fehlanwendungen gesundheitliche Risiken bergen können, wird sie in unserer Praxis ausschließlich ärztlich geleitet und mittels spirometrischer Diagnostik individuell gesteuert.
Weitere Informationen, insbesondere unter Berücksichtigung Ihres Krankheitsverlaufs, werden im Rahmen der Anamnese und durch ergänzende Untersuchungen bereitgestellt.